INFOS ZUR VERTIEFUNG


Fernerkundung ist heute für alle zugänglich

Fernerkundungsdaten (Satellitendaten, Luftaufnahmen) sind ein unverzicht­bares Hilfsmittel im Umweltschutz ganz allgemein und im Besonderen für die Planung umweltverträglicher Land- und Forstwirtschaftspraktiken sowie der Wasserbewirtschaftung und Raumplanung auf Gemeindeebene. Seit mehr als 20 Jahren wird in Oaxaca mit Satellitenbildern und Luftaufnahmen gearbeitet. In den vergangen 10 Jahren „explodierte“ die raumbezogene Visualisierung und ist zum Allgemeingut gewor­den. Google Maps, Google Earth und Open Street Map sind auf beinahe jedem Smartphone installiert und können an jedem Ort mit Internetzugang eingesehen werden. Dasselbe gilt für die damit verknüpften Lo­kalisierungsdienste mittels GPS.


Die Entwicklung professioneller Fernerkundung

Für professionelle Anwendung genügen oben beschriebene Angebote nur beschränkt oder gar nicht. Auch da stand die Entwicklung nicht still. Satellitenbilder zur Erforschung von Ökosystemen sind heute viel besser zugänglich als noch vor 10 Jahren. Ebenso ist die Zahl der Anwender und Anwenderinnen „explodiert“. Geoinformationssysteme sind nicht mehr nur einem kleinen eingeweihten Kreis zugänglich sondern zum Allgemeingut geworden. Das entsprechende Softwareangebot hat sich enorm erweitert und hat auch im Opensource-Bereich eine rasante Entwicklung durchgemacht. Das ist grundsätzlich gut, bringt aber auch einige Probleme mit sich. Heute kann beinahe jede Person ein Satellitenbild im Internet herunterladen und mittels einer GIS-Software zu Information verarbeiten. Die adäquate Aufarbeitung der Satellitenbilddaten ist aber nach wie vor komplex und verlangt viel Erfahrung.



Entwicklung im Markt für Flug- und Satellitenbilder

Die professionelle Verarbeitung von Fernerkundungsdaten ist nach wie vor vielschichtig. In den letzten zehn Jahren ist die Nachfrage für hochaufgelöste Satelliten- und Luftaufnahmen gestiegen. Diese sind heutzutage grundsätzlich erhältlich, aber im Preis meist unerschwinglich oder nicht in nützlicher Frist zugänglich. Wir sind heute damit konfrontiert, dass einerseits das gesamte Bild- und Datenarchiv der NASA frei und kostenlos zur Verfügung steht, inklusive Vernetzung von Anwendern und Anwenderinnen für den Datenaustausch, und andererseits Privatunternehmen Satellitenbilder vermarkten, welche eine größere optische Informationsdichte aufweisen. Das beste Beispiel sind die Satelliten SPOT der französischen Raumfahrtagentur CNES von denen auch Google-Earth das Bildmaterial bezieht. Die CNES vermarktet ihre Bilder über die Firma Astrium, die wiederum eine Tochterfirma von Airbus ist. Die Preise für dieses Material sind sehr hoch, was bedeutet, dass hochaufgelöstes und qualitativ gutes Bild- und Datenmaterial für NGO's und Organisationen mit bescheidenen Mitteln unerschwinglich ist. Die Verwendung von Drohnen schafft ein Gegengewicht.